Gefahren von Proxys
Tags: noneManche werden sich fragen, ob es auch Gefahren bei der Verwendung von Proxys gibt. Die Antwort ist eindeutig: JA. Aus diesem Grund lege ich auch bei meiner Proxybewertung hohen Wert auf die Seriosität des Anbieters und möchte euch meine Proxychecks ans Herz legen.
Leider gibt es zu viele Anbieter, die die Leichtgläubigkeit von Usern ausnutzen. Nichtsahnende Internetbenutzer, die sich vor der Datensammlungswut schützen wollen, verwenden oft irgendeinen Proxy und wissen nicht, was sie dadurch alles Preis geben. Warum es oft sinnvoll ist, den einen oder anderen Euro für einen seriösen Proxyservice auszugeben, möchte ich hier kurz erläutern.
Bevor ich auf die lauernden Gefahren näher eingehe, möchte ich nochmals ganz kurz einen Überblick darüber geben, wie ein Proxy überhaupt funktioniert:

Bei einem Internetproxy gehst du über das Internet auf einen Proxy. Dieser lädt für dich die gewünschte Seite herunter und stellt dir dann die Seite zur Verfügung. Der Proxy ist daher nichts anderes als ein Stellvertreter, der bei diversen Webservern statt dir anfragt.
Dein gesamter Traffic läuft somit über den Proxy deiner Wahl. Das bedeutet, dass der Proxyanbieter theoretisch die Möglichkeit hat, deinen gesamten Traffic mitzuloggen und im schlimmsten Fall sogar zu manipulieren.
Die Gefahren im Detail:
- Traffic mitloggen: Der Proxyanbieter weiß ganz genau, was du gesurft hast und kann somit relativ einfach ein Userprofil erstellen.
- Zugangsdaten und Passwörter mitsniffen: Gibst du über einen unseriösen Anbieter Zugangsdaten oder sogar Passwörter ein, kann dieser die Daten aufzeichnen und so deine Accounts benutzen. Im schlimmsten Fall weiß er deine Kreditkartendaten und ähnliches.
- Seiten manipulieren: Da dein gesamter Traffic über den Webproxy läuft, kann an dieser Stelle der Traffic natürlich auch manipuliert werden. So wäre es beispielsweise möglich, dass du die Seite www.example.com angezeigt bekommst, wenn du im Browser www.google.de eingibst. Dies würde dir natürlich sofort auffallen und du würdest diesen Proxy nicht mehr verwenden um anonym zu surfen. Doch diese schwarzen Schaafe machen das natürlich cleverer: sie manipulieren nicht ganze Seiten sondern nur bestimmte Teile auf einer Seite, um dies zum eigenen Vorteil auszunutzen.
Aus diesem Grund möchte ich euch wirklich nochmals ans Herz legen, bei der Auswahl eures Proxyanbieters vorsichtig zu sein. Ein Unternehmen mit seriösem Impressum und AGBs muss Pflicht sein. GRATIS ist auf keinen Fall immer besser.
Wie einfach und effizient das Manipulieren von Webinhalten funktioniert, könnt ihr anhand eines Fallbeispiels an der Merz Akademie in Stuttgart nachlesen. Hierzu sei noch angemerkt, dass diese Studie bereits im Jahr 2001 durchgeführt wurde!!


