Onlineproxy
Tags: noneIch wurde nun schon des öfteren gefragt, was denn eigentlich ein Onlineproxy sei. Also was ein Proxy an sich ist, habe ich ja schon mal in einem früheren Artikelt erkärt. Was nun der Prefix “online” zu bedeuten hat, ist eine gute Frage. Dass ein Proxy online sein muss (wenn man unter online ans Netz angeschlossen versteht – also sind interne Intranetproxys durchaus auch als online zu bezeichnen), versteht sich fast von selbst. Aus diesem Grund ist die Abgrenzung zum Offlineproxy ja schon mal gegeben.
Ich behaupte einfach einmal, dass der Begriff Onlineproxy umgangssprachlich für Proxydienstleister verwendet wird, welche ein einfaches online Interface bieten.
In diesem Interface kann man dann die gewünschte Zieladresse eingeben um über diesen Proxy anonym zu surfen oder anonyme Downloads machen zu können, ohne dass man in einem Tool irgendetwas konfigurieren muss.
Wenn man diese Erklärung (möge sie richtig sein oder auch nicht) nun weiterführt, heißt das aber auf keinen Fall zwangsläufig, dass jeder Proxy ein Interface (also eine Internetseite mit URL-Eingabe) haben muss. Ganz im Gegenteil sogar. Ein Proxy stellt seine Vermittlertätigkeit aufgrund einer Ip-Adresse und eines Ports zur Verfügung. Diese Informationen kann man dann in diversen Tools (zb in Browsern oder in Downloadtools) eingeben, um anonym surfen zu können.
Das Webinterface, welches scheinbar dem Onlineproxy seinen Namen gegeben hat, ist somit nur ein erweitertes Feature eines Proxys, um es dem User zu vereinfachen, indem keine Daten den Tools hinterlegt werden müssen. Demnach ist der Begriff Onlineproxy ein Synonym zum auch gebräuchlichen Wort Webproxy.
Wie einfach man so eine “Art” Onlineproxy selbst installieren kann, ist hier zu finden. Meiner Ansicht nach ist das in diesem Falle aber eigentlich gar kein Proxy, sondern nur eine Sammlung von Skripts, welche eine Art Proxyfunktion zur Verfügung stellt. In diversen Foren habe ich auch die Bezeichnung “Webspaceproxy” dafür gefunden. Man braucht eigentlich keine Software (keinen Proxy) installieren sondern bietet über PHP-Skripte die Möglichkeit, Aufrufe über den Server machen zu können.
Gerade bei solchen “privaten” Proxyanbietern muss man meiner Meinung nach aber besonders aufpassen. Denn es ist ein leichtes, hier dann auch private Daten mitzutracken und vielleicht sogar zu missbrauchen.
Fazit: Onlineproxy ist ein Synonym für Webproxy und bedeutet nichts anderes, als ein grafisches Userinterface in Form einer Website mit URL-Eingabe zur Verfügung zu stellen, über welches User anonym surfen können. Zu unterscheiden zu einem richtigen Proxy sind sogenannte Webspaceproxys, welche über Webskripts proxyähnliche Funktionen über eine grafische Oberfläche zur Verfügung stellen.


