Anonymouse
Tags: anonym, anonym surfen, Proxy, ProxylisteDamit Zend2 nicht konkurrenzlos und unangefochten an der Spitze meiner Proxyliste thronen kann, nehme ich heute gleich den nächten Online-Proxy unter die Lupe, und zwar den vielversprechenden Proxy anonymouse.org.
| Kriterium | Bewertung | Punkte |
|---|---|---|
| Kosten | ist absolut gratis | 10 |
| Geschwindigkeit | ich komme auf ca. 1,5Mbit | 7 |
| Seriösität | Ein Impressum ist nicht zu finden. Die Postanschrift lautet auf die Seychellen. Das sagt wohl alles. | 0 |
| Werbung | Die Werbung ist mitten auf der Seite, was beim Surfen natürlich sehr störend ist. | 2 |
| Handhabung | Hier gibts nicht viel zu meckern. Man kann sich schnell einloggen und die Überblicksseite ist in Ordnung. | 8 |
| Anonymität | Es werden so gut wie keine Daten durchgereicht. Man sieht aber sofort, dass man über einen Proxy kommt. | 9 |
| Summe | Ein guter Webproxy, der relativ schnell funktioniert. Richtig seriös ist dieser aber auch nicht, sonst wäre die Postanschrift wohl nicht auf den Seychellen. Wichtige Daten würde ich hier auch nicht eingeben. | 36 |
Fazit: Anonymouse ist ein Freeproxy, der durch seine gute Geschwindigkeit und einfache Handhabung besticht. Die Seriösität ist aber leider wieder überhaupt nicht gegeben. Ich würde hier nie irgendwelche Zugangsdaten oder ähnliches eingeben. Man weiß ja nie, was die Betreiber des Proxys damit anstellen.



Oktober 5th, 2009 at 09:51
Mir ist unverständlich, weshalb du die Anschrift auf den Seychellen negativ bewertest? Die Seychellen gehören meines Wissens keineswegs zu den “Schurkenstaaten” und eine Firma mit Sitz auf den Seychellen ist mir allemal lieber, wie eine Firma mit Sitz in Deutschland, wo ein Dienst wie Anonymouse wegen http://vorratsdatenspeicherung.de ohnehin nicht möglich ist. Witzig fand ich deine Aussage, dass ein Impressum fehlt. Ausländische Anbieter listen ihre Anschrift unter “Wir über uns”, oder wie hier unter “Kontakt”. Das ist im Prinzip das Gleiche wie ein Impressum, wobei es in fast allen anderen Ländern keine Impressum-Pflicht gibt. Man kann sich hier bestenfalls fragen, ob alle anderen Länder unter-reguliert sind, oder Deutschland über-reguliert ist. Aber das wäre das Thema eine anderen Diskussion. Bei dir habe ich übrigens auch kein Impressum, nicht mal eine Anschrift, auf dieser Website gefunden. Bist du deshalb unseriös?
Oktober 5th, 2009 at 19:45
Hallo Andi.
Nun ja, eine Firma mit Sitz auf den Seychellen erscheint mir doch etwas schleierhaft. Aus welchem Grund eröffnet man dort eine Firma? Wenn es wirklich hart auf hart kommt, ist es mir allemal lieber, wenn der Anbieter in Deutschland firmiert. Die Seychellen gehören sicher nicht zu den Schurkenstaaten, aber das tun Panama oder die Virgin Islands auch nicht. Dennoch vertraue ich Dienstleistern aus der EU mehr.
Und du hast Recht, auch bei mir ist kein Impressum zu finden. An das hatte ich noch gar nicht gedacht – werde ich noch nachholen. Ob diese Seite nun seriös ist oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Aber ich bin auch keine Firma und verkaufe auch keine Dienstleistungen, sondern versuche lediglich meine Erfahrungen mit anderen zu teilen.
lg
Arian
Oktober 6th, 2009 at 00:01
Es kann kein Anbieter in der EU (http://vorratsdatenspeicherung.de) Anonymität anbieten. Dies können nur Anbieter in freiheitlichen Staaten. http://www.steganos.com/support/faq/index.php?action=artikel&cat=2&id=323&artlang=de ist so ein typisches Beispiel der neuen Mauer in Deutschland. Es gab wohl noch keine bessere Überwachung hier, weder im 3. Reich, noch in der DDR, aufgrund einer EU Vorlage / Bestimmung, die nach und nach in allen EU Mitgliedsstaaten, nun auch dank “EU Verfassung”, umgesetzt werden muss. Egal ob irgendein Grundgesetz solches verbietet. Zum Thema Impressum, es ist deine Entscheidung. Es ist auch eine Einladung an Abmahner die dich nur deshalb abmahnen, weil du ein falsches Wort auf deiner Website nutzt. Empfehlen tue ich dir solches nicht
Oktober 9th, 2009 at 01:31
Der Anbieter von Anonymouse.org hatte jahrelang seine Server zuerst hier in Deutschland genauer in Frankfurt am Main / Darmstadt. Aufgrund der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland sind die Server von Anonymouse.org auf die Seychellen umgezogen. Nur zur Info… MfG
Oktober 9th, 2009 at 12:12
Meine Hintergrundinfos zum ehemaligen deutschen Anonymouse dienten zur Aufklärung und zur Klärung warum Anonymouse jetzt auf den Seychellen sind. Kannst ja mal bei Google “Anonymouse” und “Darmstadt” eingeben wenn Du magst. Da findest Du die alte Postanschrift von denen.
Oktober 9th, 2009 at 14:09
Anonymouse ist einer der ältesten Anonymierungsdienste im Internet, existiert seit 1997 und hatte bis 2008 seinen Standort in Deutschland. Aufgrund der deutschen Vorratsspeicherung stehen die Anonymierungsserver nun auf den Seychellen.
Oktober 9th, 2009 at 14:16
Anonymouse kann man durchaus als seriös bezeichnen da ich den Dienst seit vielen Jahren kenne und schätze.
August 14th, 2010 at 22:39
Hallo,
schaut doch hier:
http://anonymouse.org/contact_de.html
Es gibt eine Postanschrift mit Postfach auf den Seychellen.
Ist also doch ziemlich seriös.
Laut Anonymous.org betreiben sie keinerlei Vorratsspeicherung; die Daten werden geich wieder vernichtet. Troztdem verwende ich diesen Anonymisierungsienst nur in Verbindung u.a. mit Torpark und OpenVPN (zur Verschlüsselung der Internetverbindung) sowie HideIP.
Auch wenn ihr mich für paranoid haltet, ich traue der Naziregierung unter der CDU nicht über den Weg. Am schlimmsten ist dieser Obernazi Ursula von der Leiche. (Zensula) Lieber mehrfach die Internetverbindung verschlüsseln und Proxies verwenden, als wenn die Kripo vor der Türe steht und die Wohnung durchsucht (auch wenn ich keinerlei illegaler Internetseiten aufrufe, sicher ist sicher)
August 14th, 2010 at 22:46
Ich hatte auch mehrmals Kontakt per Mail mit Anonymous.org. Sie hatten mir mehrmals versichert, dass die Daten gleich wieder vernichtet werden.
In der Mail teilten sie mir auch mit, dass ihr Standort tatsächlich Seychellen ist; dort steht übrigens auch ihr Server.
August 26th, 2010 at 05:05
Die Anonymouse-Server stehen in Frankfurt am Main.
Siehe http://www.whois-tool.de/lookup/q:193.200.150.152 bzw. traceroute auf deren IPs.
Der Anbieter ist definitiv seriös.
September 17th, 2010 at 12:55
Dann erklär mir einer, warum bei einer IP-Lokalisierung “Europa” auftaucht, dazu noch der Sitz in Hanau?
September 27th, 2010 at 09:49
Kennst du die Infrastruktur der Seychellen? Ich denke mal nicht, dass die so ausgebaut ist, um Millionen Menschen weltweit Datenschutz zu schenken (http://www.alexa.com/siteinfo/anonymouse.org). In diesem Zusammenhang scheint es mir nur allzu verständlich, dass der Anbieter international Ressourcen nutzt, sicherlich auch in Frankfurt. Bei Ripe ist dann eben nicht der Ort des Anbieters angegeben, sondern der Ort wo der ausgewählte Server physikalisch steht. Nun könnte man bestenfalls Bedenken äußern, Server in Deutschland aufzustellen. Allerdings muss man dazu sagen, dass die VDS als EU Richtlinie nie für ausländische Anbieter außerhalb der EU gelten konnte. Zudem wurde das deutsche Gesetz, welches sie umsetzte, vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig eingestuft und ist nichtig. Wo also ist das Problem?
Dezember 3rd, 2010 at 21:31
Lt. IP-Lokalisierung (http://geotool.flagfox.net/?ip=193.200.150.82&host=anonymouse.org) liegt Anonymouse.org in der Schweiz. Anfang 2010 waren es noch die Seychellen. Dazwischen steckt irgendwo die Wahrheit
Dezember 3rd, 2010 at 21:38
Sorry, falscher Link. Hier der richtige…
http://geo.flagfox.net/?ip=193.200.150.82&host=anonymouse.org
Dezember 3rd, 2010 at 22:18
Hallo,
wenn Ihr den Server von anonymous.org verwendet und fragt nach eurer IP-Adresse, bzw. ihr nutzt Geolocation, erfahrt ihr ständig euren Standort: Seychellen und nicht irgendwo in Deutschland.
Vielleicht werden die Daten über mehrere Server (z.B. in Deutschland) geleitet.
Versucht es mal einfach.
Ich habe übrigens dort angefragt und erfahren, dass der Server auf den Seychellen steht und nicht in Deutschland.
Die Firma war früher in Hessen, genauer gesagt in Darmstadt, sind aber umgezogen.
Oktober 8th, 2011 at 16:16
ZITAT.: Das Problem ist prinzipieller Natur: Web-Proxy-Dienste wie anonymouse.org laden die angeforderte Webseite herunter, schreiben eventuell enthaltene weiterführende URIs um und reichen sie dem Benutzer durch. Das Umschreiben der URIs ist unerlässlich, da ansonsten sowohl Anfragen nach externen Ressourcen (Bildern, Stylesheets, …) als auch weiterführende Links im Dokument am Web-Proxy vorbei führen würden (mit einem IP-Leak als Folge). Um zuverlässig sämtliche URIs in einem (X)HTML-Dokument und in eventuellen Stylesheets umschreiben zu können, müsste der Web-Proxy nicht nur XML und XHTML bzw. SGML und HTML sowie CSS vollständig implementieren, sondern auch genau wissen, wie der Browser des Benutzers mit eventuelle Fehler behandelt. Das ist in der Praxis kaum realisierbar – die meisten Web-Proxy-Dienste werden zwar bei Verwendung von üblichen Konstrukten URIs durchaus korrekt ersetzen, allerdings in eher unüblichen Fällen wie z.B. dem oben gezeigten versagen. Wie erwähnt kann ich in sofern nur von der Nutzung solcher Dienste abraten. Im Zweifelsfall ist ein im Browser eingetragener HTTP- oder SOCKS-Proxy bei weitem sinnvoller, da zuverlässiger – lediglich eventuelle Browser-Plugins sind dann zu deaktivieren.
Testet es selber hier.: http://ip-check.info/?lang=en
und hier der Beweis, deine reale IP trotz “ANONYMOUSE.ORG”.:
http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://foo23.fo.funpic.de/...
Im Falle von Webproxys wie anonymouse müssen sowohl JavaScript als auch sämtliche Browser-Plugins deaktiviert werden, um Leaks mindestens halbwegs zuverlässig zu verhindern. Hinzu kommt die Problematik, dass viele Webproxys HTML und/oder CSS nicht korrekt implementieren und daher URIs insbesondere zu externen Ressourcen ggf. nicht zuverlässig umschreiben oder unbrauchbar machen, was wiederum zu Leaks führen kann. Im Falle von Anonymouse.org reicht etwa die Zuweisung einer background-Eigenschaft der Form – “background: /*url(‘*/url(//example.com/webbug.png)” – um eine Grafik an anonymouse.org vorbei nachzuladen und damit ein IP-Leak auch ohne JavaScript zu verursachen. Ich habe den Dienst mehrfach angeschrieben und informiert!
ZITAT.: “tatsächlich können wir aktuell zur Umgehung dieses nun mit gebotener
Dringlichkeit behandelten Problem nur die VIP Version von Anonymouse
empfehlen, in der dieses Problem nicht auftrat. Auch wenn es letztendlich
nur wenige “Webmaster” sind, die solches zur Umgehung unseres Datenschutz
nutzen können, haben wir diesem Problem höchste Priorität zur Lösung
gegeben.”
http://ip-check.info/description.php?lang=de#WebProxyDeanonymization
NACHTRAG.: ip-check.info gehört “JONDOS” einem anonymen Dienst welcher selber staatliche Überwachung in seinen Programmen interpoliert hat! Anonymouse.org verspricht das Problem zu beheben und darüber zu informieren! “
Oktober 14th, 2011 at 20:02
Man sollte dazu einfach mal die FAQ bei Anonymouse.org lesen. Dort wird ausdrücklich beschrieben, dass man Java und andere aktive Inhalte ausschalten soll. Generell sind Web-Proxy VPN Lösungen in dieser Frage unterlegen. Wie übrigens auch im Browser eingetragene Proxy, was hier falsch dargestellt wird.
Dort können durchaus aktive Inhalte die Anonymität gefährden, letztendlich sogar den kompletten PC fern steuern. Dabei reicht es sogar schon, wenn der eingetragene Proxy nur http unterstützt und eine Website z.B. zum Login eine https Verbindung wünscht – am Proxy vorbei. Wo ist da der Vorteil?
Man sollte wohl auch dazu sagen, dass 99,99% aller Website weltweit -keine- aktiven Inhalte oder andere Techniken zur Enttarnung von ursprünglichen IP einsetzen und Anonymouse.org selbst in der kostenlosen Version dort 100% Anonymität bietet. Die VIP Version kann sogar einiges mehr.
So kann man da etwa durchgängige ssl Verschlüsselung nutzen, Cookies an- und ausschalten, aktive Inhalte (de)aktivieren etc., sogar ein Online-Virenscanner ist integriert. Wer absolute Paranoia hat, sollte einfach mal nach VPN Lösungen fragen. Diese bieten natürlich ultimativen Datenschutz – beim richtigen Anbieter.
Ausnehmen davon würde ich wegen der Unsicherheit in Deutschland bezüglich Vorratsdatenspeicherung deutsche Anbieter. Da ist man auf den Seychellen sicherlich klar im Vorteil. Dieses Land versucht eben nicht, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch Vorratsdatenspeicherung etc. auszuhebeln.
Oktober 14th, 2011 at 21:01
PS.
“… beim richtigen Anbieter” meinte ich übrigens sehr ernst!
Wie etwa http://www.heise.de/newsticker/meldung/VPN-Dienstleister-half-mutmassliches-LulzSec-Mitglied-zu-ermitteln-1349564.html jüngst bewiesen hat, sind VPN Lösungen zwar durchaus auch nach meiner Meinung der absolut sicherste Weg zur vollständigen Anonymität. Aber auch nur dann, wenn deren Anbieter nicht mit irgendwelchen Behörden von Staaten zusammen arbeiten.
Über Anonymouse.org, welches schon viel länger existiert und viel mehr Menschen weltweit anonymisiert, habe ich solches noch nicht lesen müssen. Man sollte da vielleicht nicht unbedingt die Republik Seychellen nur deshalb als “unseriös” in der Übersicht abwerten, nur weil dort keine dubiosen Gesetze existieren, die den Anbieter zur Überwachung von Menschen legitimieren.
Januar 1st, 2012 at 16:02
hallo, ich bin ein wenig analphabet wenn es um computer und ip und internet und alles geht. meine frage ist, kann man via anonymouse.org wirklich anonym e-mails verschicken? oder kann man dann doch irgendwie aufgespürt werden? extremes beispiel, angenommen ich will jemand anynom anzeigen bei der polizei und schicke denen via anonymouse.org eine e-mail. konnen die mich dennoch finden?
Januar 1st, 2012 at 16:08
auch noch eine andere frage.
ich habe den service
https://proxify.com/
gefunden, wie findet ihr den? und kann man mich damit wirklich nicht aufspueren, egal welche site ich besuche?
Januar 10th, 2012 at 19:48
@beebo
Der Versand von anonymen E-Mail bei Anonymouse.org arbeitet zur zusätzlichen Anonymisierung mit zufällig ausgewählten Mixmaster Remailer (http://de.wikipedia.org/wiki/Mixmaster-Remailer). Dieses System gilt als sehr sicher und man kann den Absender nicht zurück verfolgen. Allerdings wird viel denunziert und regelmäßig werden ausführliche anonyme Briefe eher bearbeitet, als anonyme E-Mail. Vermeide bei anonymen Briefen Fingerabdrücke und DNA Spuren, werfe solche am besten in den Briefkasten im Nachbarort, oder in großen Städten in einem anderen Bezirk ein, dann kannst du auch sehr sicher sein, dass er nicht zu dir zurück verfolgt werden kann. Die gute alte Post ist nicht weniger anonym nutzbar, als das Internet