Maxonymous
Tags: noneAuf meiner Suche nach guten Proxys konnte ich heute die Proxyliste erweitern. Diesmal habe ich einen speziellen Kanditaten gefunden, der nicht wie alle anderen Freeproxys arbeitet, maxonymous.com. Es gibt kein Onlineinterface sondern man muss den Proxy bei den diversen Tools hinterlegen. Für das schnelle anonyme Surfen ist das wohl eher nichts, wenn man sich aber länger hinter einem Proxy befinden will, steigt dadurch der Komfort ungemein. Will man beispielsweise anonym surfen, einfach den Proxy im Browser deiner Wahl konfigurieren. Will man anonym downloaden, zb mit dem JDownloader, kann man den Proxy ganz einfach hinterlegen. Schauen wir uns aber die Bewertung im Detail an.
| Kriterium | Bewertung | Punkte |
|---|---|---|
| Kosten | ist absolut gratis | 10 |
| Geschwindigkeit | Man ist zwar in der Freevariante limitiert, aber der Proxy liefert verlässlich und scheint nicht ausgelastet zu sein. | 7 |
| Seriösität | Impressum vorhanden und eine Firma aus Europa sitzt dahinter. So seriös hab ichs noch nicht gesehen. | 10 |
| Werbung | Scheinbar wird bei der Free-Variante hin und wieder Werbung eingeblendet. Diese ist aber nicht weiter störbar. | 8 |
| Handhabung | Wenn man länger hinter dem Proxy sein oder downloaden will, gibts nichts besseres. | 9 |
| Anonymität | Bis auf den Referer scheint alles verschleiert zu werden. | 9 |
| Summe | Nichts für zwischendurch, aber sonst top! | 53 |



März 5th, 2011 at 02:50
Seid gegrüßt,
ich wollte an dieser Stelle nur kurz darauf aufmerksam machen, das Maxonymous zwar verspricht das die Daten vollkommen sicher seien und auch der Staat nicht in der Lage sein wird ein Profil zu erstellen, doch ist dies leider nicht wahr. Die Proxys bieten zwar die Möglichkeit die User-Daten auf den besuchten Servern weitgehendst zu verschleiern, doch beim ISP (und anderen im Netzwerk befindlichen Usern) ist dennoch einsehbar welche Server über den Proxy aufgerufen wurden da die Daten nicht verschlüsselt übertragen werden und somit im Klartext einsehbar sind.
—– Auszug aus “Wireshark”
Source: 192.168.0.2
Destination: 95.130.121.11
Protocol: HTTP
Info: GET http://www.google.de/ HTTP/1.1
—–
—– “ping -a 95.130.121.11″ liefert
Ping wird ausgeführt für ha11.v-ix-c1.xidrasservice.com [95.130.121.11]
—–
Daran ist also zu erkennen, das die Browser-Anfrage zwar direkt an den Proxy von Maxonymous gesendet wurde, die Anfrage jedoch im Klartext einzusehen ist. Vor der Datenspeicherung des ISP kann man sich mit einem Proxy also nicht schützen. Dies gilt im übrigen für alle normalen Proxys, nicht nur Maxonymous. Nur das hier halt falsche Versprechungen gemacht werden.
Fallt nicht auf solche Versprechungen herein, man kann zwar viele seiner Daten vor unbefugten schützen, auch vor dem Staat bzw. der Datenspeicherung vom ISP, aber eine 100%ige Verschleierung der Daten gibt es nicht.
Um beim Surfen weitgehenst
Juni 21st, 2011 at 14:23
Hej,
in Ihrer Wertung vermisse ich den Punkt AGB, besonders das mit der Vertragsstrafe beim verletzen dieser. Die Rechte Dritter können bereits dann verletzt werden, wenn beispielsweise der Länder-Schutz bei YouTube ausgehebelt werden soll.
Halten Sie es nicht auch für einen Widerspruch, seinen gesamten Datenverkehr durch einen Proxy zu leiten, nur aufgrund eines Versprechens außerhalb der AGB der Anbieter, denen wir als potenzielle Kunden glauben sollen? Neben dem ISP haben wir so bereits einen zweiten „Mitwisser“.
Wer glaubt etwa durch seine Krankheit, Arbeitslosigkeit oder sexuelle Neigung erpressbar zu sein, der sollte besser Schutz hinter richtigen Anon-Diensten wir Tor oder I2P suchen. Wer hingegen nur schnell was downloaden will, sollte sich zumindest die AGB durch-lesen.